Archiv für Mai 2009

4.Duisburger Zahltag verlief erfolgreich

Am Montag, den 4. Mai fand wieder ein ZAHLTAG vor der ARGE Duisburg Wintgensstrasse statt.

Zum vierten Male sagte das Duisburger Zahltag Bündnis, bestehend aus dem „Duisburger Netzwerk gegen soziale Diskriminierung“, E.h.E. e. V. (Erwerbslose helfen Erwerbslosen), Montagsdemonstranten, „die Überflüssigen“, die rote Antifa, Duisburger Netzwerk Gegen Rechts, Mitglieder der Linkspartei und weiteren linken /sozialen Aktivisten und Gruppierungen der ARGE Duisburg den Kampf von unten an.

Solidarisch mit dem überregionalen Bündnis „Agenturschluss“, welches zeitgleich vor der ARGE Bonn zum ZAHLTAG unter dem Motto: “Schluss mit „ARGE(m) Terror in Bonn – Zahltag am 4. Mai 2009“ aufrief, geht es uns nicht darum, mit den ARGEn zu verhandeln.

„Wir wollen kein besseres und kein Hartz IV-Light, sondern dessen Abschaffung.

Wir wollen uns selbst und selbstbewusst vertreten und uns gemeinsam zur Wehr setzen.

Erwerbslose kommen sich beim Betreten des Jobcenter Bonn vor wie auf einer Polizeiwache.

Es herrscht ein starkes Auftreten von Security-Personal. Im Februar wurden die Begleiter an der Bonner sogar polizeilich rausgeschmissen.“

Solidaritätsbekundung des Duisburger Zahltag Bündnis:

Liebe erwerbslose Kolleginnen und Kollegen in Bonn,

auch wir hier in Duisburg, unterstützen Euren Kampf gegen die sittenwidrigen Machenschaften der Arbeitsagenturen und solidarisieren uns mit Euren Aktionen wie dem heutigen “Agenturschluss” in Bonn. Es kann nicht angehen, dass die bonner Erwerbslosen sich beim Betreten des Jobcenters, durch den dort massiv vertretenen Sicherheitsdienst vorkommen wie auf einer Polizeiwache. Ferner klagen wir aufs schärfste an, dass im Februar die Begleiter der Erwerbslosen, durch die Sachbearbeiter der ARGE Bonn im wahrsten Sinne des Wortes, rausgeschmissen wurden.

Was sich an einer ARGE durchsetzt, könnte morgen wenn wir es zulassen, an den ARGEn bundesweit Schule machen. Daher lassen auch wir uns hier in Duisburg als Beistände nicht vertreiben, rufen dazu auf den Protest sowie die Begleitungsangebote flächendeckend auszuweiten und hoffen dass ihr am heutigen Aktionstag Eure Forderungen mit Nachdruck vortragen werdet.

Wir Duisburger Erwerbslose schliessen uns solidarisch Euren Protesten und Kämpfen an, sagen ebenfalls hier und heute: “ARGE – es reicht” und senden unsere solidarischen und kämpferischen Grüße heute nicht nur nach Bonn sondern auch nach Köln, Wuppertal, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Oldenburg und an die anderen Städte, deren Aktionen noch nicht überregional bekannt wurden !

In Berlin fand letzten Dienstag eine Protestaktion unter dem Motto:“Keiner muss allein zum Amt“ statt. Die Proteste der Erwerbslosen verstärken sich bundesweit. Mögen sich noch viele weitere Erwerbslosenorganisationen und Initiativen anderer Städte der Aktionsform ZAHLTAG anschliessen, organisieren und vernetzen, um sich gegenseitig zu unterstützen, bundesweit auf die Missstände durch die Hartz IV-Politik aufmerksam zu machen, und gemeinsam die Rechte der Erwerbslosen durchzusetzen. Erwerbslose haben keine Gewerkschaft, also müssen sie sich selbst organisieren!

Entgegen der Befürchtung, dass nun auch die Duisburger ARGE ihren Sicherheitsdienst wieder verstärken könnte, trat diesmal weder das mehrfach negativ kritisierte Sicherheits-duo der PAPE GmbH in Erscheinung, noch die duisburger Polizei. Diese beobachtete nämlich bereits die vorangegangenen, offiziell angemeldeten Zahltag-Aktionen in Duisburg und hielten eine polizeiliche Anmeldung hier für übertrieben.

Die ersten Zahltagaktionen hatten zunächst die Aufgabe, den ZAHLTAG an sich in Duisburg bekannt zu machen. Protest, Information und Mobilisierung standen im Vordergrund.

Erste Erfahrungen zeigten, dass das Angebot der Begleitung noch zu zaghaft angenommen wurde. Für den 4. Duisburger Zahltag stand das Bestreben im Vordergrund, die Beratung/ Begleitung in die ARGE zu verstärken, denn das Wichtigste ist es, den Erwerbslosen bei ihrem individuellen Problem mit der ARGE zu helfen. Es wurde im Vorfeld ordentlich reflektiert und geplant, zur Mithilfe geworben und Begleitpersonen mobilisiert. Die Musikanlage sollte diesmal mehr in den Hintergrund treten, um eine geeignet ruhige Atmosphäre für Beratungsgespräche vor dem Gebäude zu gewährleisten.

Es herrschte am Montagmorgen bereits um 8 Uhr ein reger Andrang auf dem Parkplatz und dem Eingangsbereich der ARGE Wintgensstrasse. Alle Parkplätze waren besetzt, so auch die für die Lautsprecheranlage und Technik vorgesehenen Plätze, so dass der Aufbau sich etwas verzögerte und die Aktivisten ihre Stärke der Flexibilität und Spontanität unter Beweis stellen konnten.

Diese Verzögerung unterstützte jedoch die Gewichtung auf den Begleitservive, der an diesem Morgen tatsächlich, wie erhofft, spürbar vermehrt in Anspruch genommen wurde.

„Viele ARGE-Kunden gingen gezielt auf uns zu, redeten sich ihren Ärger von der Seele, baten um Hilfe und nahmen auch erfreut die angebotene Begleitung in Anspruch.“ Es gab insgesamt ca. 15 erfolgreiche Begleitungen. Radio Duisburg führte Interviews mit Kunden durch, welche von ihren Erfahrungen mit der ARGE, mit und ohne Beistand berichten sollten. Einige Leute erkundigten sich erfreulicherweise auch nach Kontaktmöglichkeiten, um sich aktiv an weiteren Aktionen oder der Erwerbslosenhilfe beteiligen zu können. Diese konnten direkt gezielt mit Auskunft und Informationsmaterial versorgt werden.

Zum Thema „aktiv werden“ sei hier zum einen die MONTAGSDEMO erwähnt.
Seit bald fünf Jahren versteht sie sich als parteiunabhängiges Sprachrohr der Prekarisierten, Leiharbeiter, Erwerbslosen…Jeden Montag um 18 Uhr in der Duisburger Innenstadt am „Lifesaver“/ „Pleitegeier“, im Kampf gegen Hartz IV und Sozialabbau. Seid aufständisch und bringt euch ein!

Der Verein E.h.E. (Erwerbslose helfen Erwerbslosen) trifft sich Donnerstags im evangelischen Gemeindezentrum in der Johanniterstrasse 145 ab 16h. Beratung findet bereits ab 13.30 Uhr statt.
(0203-62949)

Zudem läd das Duisburger Netzwerk gegen soziale Diskriminierung ab sofort jeden 2. und 4. Sonntags des Monats, ab 11.30 Uhr zum LOKAL PREKARIAT (LeiharbeiterInnen, erwerbslose KollegInnen, StudentInnen und SchülerInnen…) ins CAFE ZENTRAL, Steinsche Gasse 48, 47051 Duisburg (Altstadt) zu Käffchen und Frühstück. Hier kann in gemütlicher Atmosphäre diskutiert, geplant, beraten und locker geplaudert werden.

Also, wie gehabt > Sagt es allen weiter, frei nach unserem Motto:

„Schluck’s nich‘ runter – spuck’s aus!“

Motiviert eure Freunde, Bekannten, Kollegen, verlinkt die Seite…

KEINER GEHT ALLEIN !

Solidarische Grüße aus Duisburg !

Liebe erwerbslose Kolleginnen und Kollegen in Bonn,

auch wir hier in Duisburg, unterstützen Euren Kampf gegen die sittenwidrigen Machenschaften der Arbeitsagenturen und solidarisieren uns mit Euren Aktionen wie dem heutigen „Agenturschluss“ in Bonn.

Es kann nicht angehen, dass die Bonner Erwerbslosen sich beim Betreten des Jobcenters, durch den dort massiv vertretenen Sicherheitsdienst vorkommen wie auf einer Polizeiwache. Ferner klagen wir aufs schärfste an, dass im Februar die Begleiter der Erwerbslosen, durch die Sachbearbeiter der ARGE Bonn im wahrsten Sinne des Wortes, rausgeschmissen wurden.

Was sich an einer ARGE durchsetzt, könnte morgen wenn wir es zulassen, an den ARGEn bundesweit Schule machen. Daher lassen auch wir uns hier in Duisburg als Beistände nicht vertreiben, rufen dazu auf den Protest sowie die Begleitungsangebote flächendeckend auszuweiten und hoffen dass ihr am heutigen Aktionstag Eure Forderungen mit Nachdruck vortragen werdet.

Wir Duisburger Erwerbslose schliessen uns solidarisch Euren Protesten und Kämpfen an, sagen ebenfalls hier und heute: „ARGE – es reicht“ und senden unsere solidarischen und kämpferischen Grüße heute nicht nur nach Bonn sondern auch nach Köln, Wuppertal, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Oldenburg und an die anderen Städte, deren Aktionen noch nicht überregional bekannt wurden !,


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